14.09.2011

OECD-Vergleichsstudie kritisiert mangelnde Finanzierung von Grundschulen

Büttner / Meinhardt: Brandenburg schlampt bei der Grundschulfinanzierung

 Andreas Büttner Zur OECD-Vergleichsstudie "Bildung auf einen Blick 2011" erklären der Fraktionsvorsitzende der FDP im Landtag Brandenburg Andreas Büttner und der bildungspolitische Sprecher der FDP im Deutschen Bundestag Patrick Meinhardt: "Die rot-rote Landesregierung schlampt bei der Finanzierung der Grundschüler in Brandenburg, denn ausgerechnet im Grundschulbereich liegen die jährlichen Pro-Kopf-Ausgaben in Brandenburg beschämend niedrig."

"Die OECD kritisiert Deutschland insbesondere im Bereich der Primarschulen, weil die deutschen Ausgaben je Schüler im Jahr 2008 im Primarbereich deutlich unter dem OECD-Durchschnitt lagen.

Die Ausgaben für brandenburgische Grundschüler liegen dabei seit Jahren nochmals deutlich unter dem Durchschnitt aller deutschen Bundesländer. Brandenburg landet im Vergleich mit allen anderen neuen Bundesländern auf dem letzten Platz. Nach neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes investierte Brandenburg im Jahr 2008 nur 4.000 Euro pro Grundschüler während die anderen neuen Bundesländer zwischen 4.400 (Mecklenburg-Vorpommern) und 5.200 Euro (Thüringen) ausgaben.

Es ist lange bekannt, dass sich Bildungsinvestitionen in frühen Lebensphasen besonders auszahlen. Gerade Grundschüler aus bildungsfernen Haushalten leiden unter den zu niedrigen Ausgaben. Fehlendes Geld in Grundschulen verursacht deutlich höhere Folgekosten im weiteren Bildungsverlauf und senkt die Bildungschancen der Schülerinnen und Schüler. Gelder, die im Grundschulbereich eingespart werden, verursachen damit Folgekosten, die weit über den Einsparungen liegen. Damit verspielt die rot-rote Landesregierung auf Jahre die Zukunftschancen von jungen Brandenburgern."